Automatisierung ohne eine Zeile Code
Du musst kein Programmierer sein, um Stunden pro Woche zu sparen. Drei Beispiele aus der Praxis.
Ich höre oft: "Automatisierung ist was für große Firmen mit IT-Abteilung." Das stimmt nicht. Die besten Automatisierungen sind oft die einfachsten.
Hier sind drei Beispiele von Kunden, die ich letztes Jahr umgesetzt habe. Keines davon brauchte Programmierung.
Der Maler mit den Rechnungen
Ein Malermeister hat mir erzählt, dass er jeden Freitag zwei Stunden mit Rechnungen verbringt. Auftrag raussuchen, Daten abtippen, PDF erstellen, per Mail verschicken, in Ordner ablegen.
Die Lösung war simpel: Eine Tabelle in Google Sheets, ein paar Formeln, und ein Tool namens Make (früher Integromat). Jetzt trägt er die Auftragsdaten in die Tabelle ein. Den Rest macht das System.
Rechnung wird automatisch erstellt. Automatisch per Mail verschickt. Automatisch im richtigen Ordner abgelegt. Automatisch in der Buchhaltung vermerkt.
Zwei Stunden pro Woche gespart. Das sind über 100 Stunden im Jahr.
Die Physiotherapie mit den Terminen
Eine Physiotherapiepraxis hatte ein Problem mit Terminausfällen. Patienten vergaßen ihre Termine, riefen nicht ab, die Praxis hatte Leerlauf.
Die Lösung: Automatische Erinnerungen. 24 Stunden vor dem Termin geht eine SMS raus. Mit einem Link, über den der Patient absagen oder verschieben kann.
Setup hat einen Nachmittag gedauert. Die Ausfallquote ist von 15% auf unter 3% gesunken.
Der Onlineshop mit den Bestellungen
Ein kleiner Onlineshop verkauft handgemachte Produkte. Bei jeder Bestellung musste die Inhaberin: Bestellung in ihre Liste eintragen, Versandetikett erstellen, Tracking-Nummer an den Kunden mailen, Lagerbestand aktualisieren.
Jetzt läuft das automatisch. Bestellung kommt rein, alles andere passiert von selbst. Sie kümmert sich nur noch ums Einpacken und Versenden.
Was diese Beispiele gemeinsam haben
Keine davon ist kompliziert. Alle nutzen Tools, die es schon gibt. Die Kunst liegt darin, die richtigen Verbindungen herzustellen.
Die meisten Unternehmer wissen gar nicht, was alles möglich ist. Sie machen Dinge von Hand, weil sie es immer so gemacht haben. Nicht, weil es sinnvoll ist.
Wo du anfangen kannst
Schreib eine Woche lang auf, welche Aufgaben du regelmäßig machst. Besonders die, die dich nerven. Die, bei denen du denkst "Das muss doch auch anders gehen."
Dann schau dir an: Welche davon folgen immer dem gleichen Muster? Das sind die Kandidaten für Automatisierung.
Falls du Hilfe brauchst: Meld dich. Ein kurzes Gespräch reicht oft, um die größten Zeitfresser zu identifizieren.
Sven Hüper
Ich helfe kleinen und mittleren Unternehmen bei der Digitalisierung. Websites, Automatisierung, KI. Ohne Fachchinesisch.